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DE0005785604 578560 -   € -   €
 
 
 

Fresenius plant Zukauf von Fresenius Medical Care-Stammaktien


16.11.2011
aktiencheck.de

Bad Homburg (aktiencheck.de AG) - Der Gesundheitskonzern Fresenius SE (ISIN DE0005785604 / WKN 578560) meldete am Mittwoch, dass er beabsichtigt, seinen Stimmrechtsanteil am Dialysespezialist Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FME) (ISIN DE0005785802 / WKN 578580) durch den Erwerb von ca. 3,5 Millionen Stück FME-Stammaktien aufzustocken.

Unternehmensangaben zufolge soll der geplante Aktienerwerb marktschonend über einen nicht definierten Zeitraum erfolgen und den Börsenkurs der FME-Stammaktie möglichst nicht beeinflussen. Seit Fälligkeit der Pflichtumtauschanleihe am 14. August 2011 beträgt der Stimmrechtsanteil von Fresenius an FME derzeit 30,3 Prozent. Durch Ausübung von Aktienoptionen der FME könnte dieser Anteil jedoch mittelfristig auf bis zu 29,3 Prozent verwässert werden.


Der geplante Aktienerwerb soll den Stimmrechtsanteil an FME auf Dauer über 30 Prozent halten und damit den Status quo bewahren. Bei einem Anteil unter 30 Prozent hätte Fresenius gemäß Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz allen ausstehenden FME-Aktionären ein Kaufangebot zu unterbreiten, wenn Fresenius den Anteil wieder auf über 30 Prozent aufstocken würde. Nach dem Erwerb von ca. 3,5 Millionen FME-Stammaktien würde der Stimmrechtsanteil von Fresenius an FME ca. 31,5 Prozent betragen. Die Stellung von Fresenius als persönlich haftende Gesellschafterin der FME ist an einen Anteil am Grundkapital von mindestens 25 Prozent geknüpft, hieß es.

Wie weiter mitgeteilt wurde, entspricht der Umfang des geplanten Aktienerwerbs in etwa dem in Xetra gehandelten Volumen von vier bis fünf durchschnittlichen Handelstagen. Der auf Basis des aktuellen Aktienkurses der FME entstehende Finanzierungsbedarf von etwa 180 Mio. Euro soll aus dem laufenden Cashflow bzw. durch Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien bestritten werden. Fresenius erwartet, dass der zusätzliche Anteil am Ergebnis der FME die Finanzierungskosten des Aktienerwerbs übersteigt. Die geplante Maßnahme wird daher voraussichtlich zu einem geringfügigen Anstieg des Fresenius-Konzernergebnisses führen. Der Verschuldungsgrad des Konzerns im Jahr 2012, gemessen als Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum EBITDA, wird aus heutiger Sicht auch unter Berücksichtigung des Aktienerwerbs unter der Marke von 3,0 bleiben.

Die Aktie von Fresenius gewann gestern 0,60 Prozent auf 73,48 Euro. (16.11.2011/ac/n/d)



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